03.02.2017

Sanderlinge am Strand

Mit dem BeachExplorer die Artenvielfalt entdecken

Im Winterkleid ist der Sanderling zur Hälfte weiß.

Dieser Sanderling muss sich heftig gegen den Wind stemmen, um bei Sturm nicht weggeweht zu werden.

Im Frühjahr werden Rücken und Brust rotbraun. Der mittlere Vogel war übrigens mit einem gelben Farbring und einer grünen Flagge markiert, um ihn entlang seines Zugwegs immer wieder erkennen zu können.

Im Mai sammeln sich die Sanderlinge zu großen Schwärmen und ziehen in ihre arktischen Brutgebiete.

Leider nicht so selten. Ein Sanderling mit Müll. Manche verwechseln offenbar in der Brandung auch Plastikpartikel mit Nahrung und verschlucken diese.

Der Name Sanderling deutet es schon an. Und die Karte der Beobachtungen im Strandfunde-Internetportal BeachExplorer.org bestätigt es. Diese kleinen Vögel kann man überwiegend am Sandstrand beobachten.
Auf Plattdeutsch werden die Sanderlinge auch "Keen Tied"genannt, denn wie mit einem Uhrwerk aufgezogen laufen sie zur Nahrungssuche nah an der Brandung entlang - und weichen blitzschnell den immer wieder heranrauschenden Wellen aus.
Bei Sturm haben die kleinen, kaum mehr als 50 Gramm wiegenden Vögel oft merkliche Probleme, von Böen nicht weggeweht zu werden. Trotzdem bleiben viele auch im Winter im Wattenmeer.
Jetzt sind sie hier mit vielen weißen Federn die hellsten Watvögel. Zum Frühjahr mausern sie in das oben herum rostbraune Brutkleid, das sie in der Arktis auf dem Nest bestens tarnt.

Eigene Beobachtungen melden und in früheren Funden stöbern kann man hier.

Mehr über den Sanderling gibt es auch hier.

Das Internet-Portal BeachExplorer.org soll langfristig mit Hilfe vieler naturinteressierter Beobachter dazu beitragen, in Zeiten von Klimawandel und Meeresspiegelanstieg den Artenwandel in der Nordsee und an der Küste zu dokumentieren.