Neuigkeiten aus den Hörnumer Schutzgebieten

  • 08.05.2012 Nach Rücksprache mit der Gemeinde wird das Gelege abgespannt, so dass für die Gemeindemitarbeiter, die regelmäßig am Strand mit schwerem Gerät fahren, der Brutplatz sichtbar ist. Weiterhin dient diese Maßnahme auch den Gästen, insbesondere den Hundehaltern, als Hinweis, die Stelle zu meiden. In den letzten Jahren hatten die Sandregenpfeifer, die es am Weststrand direkt in Hörnum Nord versucht haben, keine Chance, ihre Küken am Strand auszubrüten. Wir hoffen, dass der Bruterfolg dieses Geleges besser ausfällt.
  • 07.05.2012 Die FÖJ'lerin Anna entdeckt bei der BruVoKa (Brutvogelkartierung) in Hörnum ein Sandregenpfeifergelege mit 4 Eiern am Weststrand südlich von K4. 
  • 06.05.2012 Der Englische Ginster auf dem ehemaligen Bolzplatz vor der Bretterbude steht in voller Blüte und ist wunderschön. Ebenso die Kriechweide Salix repens mit ihren gelbblühenden Kätzchen, die am Rand der wechselfeuchten Dünentäler wächst. Die Krähenbeere ergrünt langsam, aber sicher, so dass die Dünen ihr grünes Kleid zurück erhalten. 
  • 01.04.2012 Am gesamten Strand der Südspitze ist der Spülsaum voll von angespülten Laichballen der Wellhornschnecke. Sie wurden bei dem stürmischem Wetter aus den tieferen Bereichen der Nordsee hierher transportiert.
  • 15.03.2012 Ein Greifvogel, vielleicht der Wanderfalke, hat eine Wasserralle gerissen und auf dem Sandwatt vor der Hörnumer Nehrung verzehrt. Typischerweise wurde nur die Brustmuskulatur verspeist und der Rest zurückgelassen.
  • 15.03.2012 Bei der ersten Begehung der Hörnumer Austernbank in diesem Frühjahr konnte nicht festgestellt werden, dass die Austern sehr unter der Winterzeit mit Eisschollengang gelitten hätten. Zahlreiche, auch ältere Austern, bilden die einige hundert Meter lange Bank, die jedoch nicht so dicht bestückt ist wie z.B. die Diedrichsenbank vor dem Königshafen. Jedoch unterliegen die Bänke keinem Monitoring der Schutzstation, sodass von uns keine quantitativen Daten erhoben werden.
  • März 2012: Im Watt haben die Kiemenringelwürmer und die Gefleckten Blattwürmer ihre Laichballen in der letzten Februarwoche im Wattboden verankert. Ebenso finden sich an Muscheln und Schneckenschalen zahlreiche Laichschnüre von Meeresschnecken.
  • 28.02.2012 In den ersten milden Tagen nach dem harten Frost sind die Eisschollen im Watt wieder geschmolzen und die Luft riecht nach Frühling. An der Hörnumer Odde und in den Keitumer Wiesen kann man die ersten Feldlerchen hören, wie sie singend in die Luft aufsteigen und nach Brutgebieten Ausschau halten. Am Weststrand sind die ersten Sandregenpfeifer eingetroffen und suchen zwischen den angespülten Algen nach Nahrung. Wenn kein Hund sie aufjagt, ducken sie sich in tiefe Fußspuren und trotzen dem Wind. 
    In den Kögen am Festland sind die Nonnengänse wieder eingeflogen. Man kann sie gut vom Zug aus auf dem Weg zur Insel auf der rechten Seite im Rickelsbühler Koog sehen. 
  • 27.02.2012 Am Weststrand fand sich im Spülsaum ein Plastikkanister, der wohl schon lange auf Reisen war. Aller Schmutz war herausgewaschen und der Kanister wurde von diversen Passagieren bevölkert: 
    Dreikantröhrenwürmer, Seepocken, Seerinden, Blumentieren und eine große Pantoffelschnecke. Im Siebeinsatz im Inneren lebten zahlreiche kleine Porzellankrebse, die Plankton aus dem Wasser filtern. 
    Jetzt ist die Wohngemeinschaft in unserem Aquarium eingezogen.
Gelege eines Sandregenpfeifers im Sand
Laichballen der Wellhornschnecke...
...wurden durch den Sturm in Massen angespült.
Wellhornschnecke