Naturschutz im Nationalpark
1985
Nach heißen Diskussionen wird das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer zum Nationalpark erklärt - allerdings mit großen Kompromissen gegenüber Nutzergruppen.
Wissen Nationalpark
1987
Die Schutzstation Wattenmeer mischt sich mit großem Medienrummel in die internationale Nordseepolitik ein. Mit der Aktion "Return to sender" karren wir am Strand gesammelten, britischen Schiffs-Müll vor das Tagungsgebäude der Internationalen Nordseeschutzkonferenz in London und protestieren so gegen die Nordseevermüllung.
1988
Das erste große Seehundsterben grassiert an der Küste. Schutzstation Wattenmeer hilft, Tiere zu bergen. Angesichts der sterbenden Robben wollen sich immer mehr Menschen für Nordseeschutz einsetzen.
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1988
Schutzstation Wattenmeer ruft ein Schutzprojekt für die seltenen Kegelrobben ins Leben, stellt den ersten Biologen ein, und der 1. Vorsitzer erhält einen hochdotierten Umweltpreis der Landesbausparkasse für die engagierte Naturschutzarbeit.
Wissen Kegelrobbe
1989
Die Herzmuschelfischerei und die Wattenjagd werden eingestellt.
Wissen Herzmuschel
1990
Schutzstation Wattenmeer fährt mit ihrem bunten Naturschutzbus zur Nordseeschutzkonferenz nach Den Haag und macht den internationalen Politikern tüchtig "Dampf".
1992
Schutzstation Wattenmeer benennt einen Pressesprecher und gibt den monatlich erscheinenden Wattreport zu aktuellen Themen heraus. So wird die Verbandsarbeit einem bundesweiten Publikum immer bekannter.
Wattreport online
1992
Nach jahrelangen Protesten wird endlich der Luft-Boden-Schießplatz der Bundeswehr im Nationalpark bei List/Sylt geschlossen.
1992
Der Bundesbeauftragte für den Zivildienst würdigt die Schutzstation Wattenmeer als größte Zivi-Beschäftigungsstelle im Naturschutz.
Zivildienst bei der Schutzstation
1993
Ein neues Landesnaturschutzgesetz bringt viele Verbesserungen für den Naturschutz außerhalb des Nationalparkes auf Inseln und Halligen.
1994
Die Anschwemmung von zigtausenden kleinen Beuteln mit dem Pestizid ApronPlus hält die Mitarbeiter aller Stationen auf Trab.
Wissen Gefahrguttransport
1995
Mit dem WWF, der SDN, dem Kreis Nordfriesland und dem Nordseebäderverband zeigt Schutzstation Wattenmeer den Ministern der Internationalen Nordseekonferenz im dänischen Esbjerg über 70.000 mal mit gesammelten Forderungskarten die "Rote Karte".
1995
Die Kampagne von WWF und Schutzstation Wattenmeer gegen Übernutzung des Wattenmeeres durch Muschelfischerei hat Erfolg. Ein naturverträglicher Plan wird nach Absprache mit den Naturschutzverbänden umgesetzt.
1996
Das jahrelange Engagement der Schutzstation Wattenmeer für Schweinswale trägt Früchte: Der Forderung nach einem Kleinwal-Schutzgebiet vor Sylt und Amrum schließen sich zahlreiche Gremien an.
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1996
Durch Ankauf rettet Schutzstation Wattenmeer mit Unterstützung des WWF in letzter Minute das jahrelang angemietete Seminarhaus auf Langeneß für den Naturschutz.