Offshore-Windparks in der Nordsee

Furioser Start

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gab die rot-grüne Bundesregierung im September 2000 den Startschuss für einen Goldrausch in der Nordsee: Wer bis 2006 auf offener See Strom produziert, bekommt hohe Garantiepreise, die den Investoren reiche Renditen versprechen.

Innerhalb weniger Monate waren weite Teile der deutschen Wirtschaftszone in der Nordsee mit Windpark-Claims überplant. Leider hatte die Bundesregierung keine Vorgabe gemacht, wo Windparks naturverträglich und erwünscht sind...

Was ist geplant?

Eine wöchentlich wachsende Zahl von Antragstellern hat Anfang 2001 für die meisten Seegebiete außerhalb der 12-Meilen-Zone und in Wassertiefen bis 20, teilweise 40 Metern Wind-Claims beantragt. Die Windräder sollen Leistungen von 3 - 5 Megawatt erbringen, was mehr als doppelt so groß ist wie jedes existierende Windrad an Land. Was für Auswirkungen die Räder auf Meeresvögel, Zugvögel, Wale und Bodentiere haben können, weiß kein Mensch.

Verspargelte Zukunft

Dass die Stromerzeugung aus Wind Zukunft hat, ist eindeutig. Wie sie jedoch auf See auf die bisher nicht durch Bauwerke veränderte Natur wirken wird, ist sorgfältig zu prüfen. Am größten ist die Sorge, dass nachts Zehntausende von Zugvögeln gegen die Rotoren fliegen und dass überwinternde Tauchvögel ihre Nahrungsgründe verlieren. Es ist dringend zu fordern, dass die Forschung gut genug koordiniert und finanziert wird, um mit der Windkraftplanung Schritt halten zu können.

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