Der Meeresspiegelanstieg im Watt: Wenn das Wasser steigt...

Warum steigt der Meeresspiegel im Wattenmeer?

Man weiß es nicht genau. Es gibt eine Landsenkung an der Wattküste, die durch Entwässerungen im Hinterland und die Sackung von Torfschichten im Untergrund bedingt ist. Daneben gibt es Stauwirkungen, die durch Eindeichungen verursacht werden. Hinzu kommt ein weltweiter Meeresspiegelanstieg, der vermutlich durch den Treibhauseffekt bedingt ist.

Wie schnell steigt das Wasser?

Weltweit steigt der Meeresspiegel um etwa 1-2 mm pro Jahr. Im Wattenmeer waren es etwa 2,5 mm pro Jahr, neuerdings sogar 6-7 mm jährlich. Zusätzlich werden Sturmfluten häufiger.

Was ist das Problem dabei?

Man kann Deiche nicht bis in den Himmel bauen, weil sie viel Geld und Platz kosten. Besonders die Zunahme der hohen Sturmfluten, aber auch die allgemeine Vertiefung des Wattenmeeres mit entsprechend höheren Wellen, gefährden die Deichsicherheit und die Wattnatur.

Was tun?

Helfen Sie mit, den Treibhauseffekt zu bremsen! Sie wissen schon, wie. An der Küste sollte ernsthaft darüber nachgedacht werden, unbewohnte Ackerflächen zu "Überlaufkögen" umzugestalten. Sie können die Deichbruchgefahr senken und Naturparadiese werden.

Quelle: Warnsignale aus dem Wattenmeer (1994), Blackwell Verlag, Berlin. S.19

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