Müll als Todesursache bei Seevögeln

Welche Probleme macht der Müll?

Plastikverpackungen aus Schiffsmüll sowie Netzreste driften in allen Weltmeeren umher und stellen tödliche Fallen für Vögel und andere Meerestiere dar. Die Tiere verheddern sich im Müll und strangulieren sich oder verhungern. Millimetergroßes Plastikgranulat, das in zunehmender Mengen in den Meeren schwimmt, wird von Seevögeln geschluckt und kann sie töten.

Wer sind die Opfer?

An der Nordseeküste wird insbesondere der Baßtölpel häufig ein Opfer der Vermüllung. Beim Stoßtauchen getroffenes Plastik umwickelt den Schnabel und führt zum Hungertod. Mindestens 3 % der Baßtölpel in der Deutschen Bucht schleppen Müll mit sich, etwa 20 % der tot gefundenen Exemplare sind an Müll gestorben. Ein Opfer des Plastikgranulats ist oft der Eissturmvogel. Bei 90 % der tot aufgefundenen Exemplare wurde Plastik im Magen gefunden.

Was ist zu tun?

Die ordnungsgemäße Entsorgung von Schiffsmüll muß streng überwacht werden. Für Rohplastikgranulat müssen verlustfreie Transporttechniken entwickelt werden.

Quelle: Warnsignale aus der Nordsee (1990) Parey Verlag, Berlin. S.310-312

Eissturmvögel verhungern, weil ihr Magen mit Müll gefüllt ist
Netzreste im Nest eines Basstölpels
Müll: eine tödliche Falle auch für Seehunde
Müll von Schiffen