Ampeln für die Enten? Bootsverkehr im Wattenmeer

Warum muss man den Bootsverkehr regeln?

Seehunde und viele Entenvögel fühlen sich durch Boote gestört und weichen ihnen aus. Bei zu häufigen Störungen verlassen die Tiere ein Gebiet; es wird als Lebensraum unbrauchbar. Um ein Nebeneinander von Natur und Wassersport zu erlauben, sind Verkehrsregeln nötig.

Wer legt die Regeln fest?

Die Nordsee einschließlich des Wattenmeeres ist eine Bundeswasserstraße und untersteht dem Bundesverkehrsminister, der 1992 eine Befahrensverordnung erlassen hat. Da diese wirkungslos ist, haben die Wassersportverbände 1998 eine Selbstbeschränkung festgelegt.

Welche Verkehrsregeln gelten im Watt?

Verschiedene Robben- und Entenschutzgebiete dürfen von April bis Oktober nicht befahren werden; in der Kernzone 1 dürfen nur bei Flut die Fahrwasser verlassen werden. Für Motorboote gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 12 Knoten, in Zone 1 nur 8 Knoten.

Was ließe sich verbessern?

Fischkutter dürfen immer noch alles, selbst durch Entenschwärme fahren! Die unüberprüfbaren Zeitregeln zum Verlassen von Fahrwassern müssen durch Flächenregeln ersetzt werden.

Quelle: Wassersport im Nationalpark (1998), Faltblatt des Nationalparkamtes

Schnelle Schiffe "überfahren" immer wieder insbesondere Meeressäuger.
Die Heckwelle trifft auch auf die Ruhe-Sandbänke.
Fischer fischen ihre Fische oft unkontrolliert.
Wassersportler brauchen eine gute Kennzeichnung von Gebieten und eine Schulung zum Naturschutz.