Nationalparke im Wattenmeer

Yellowstone: Eine Idee wird geboren

Der erste Nationalpark der Welt war der 1872 vom amerikanischen Senat eingerichtete Yellowstone-Nationalpark. Heilige und geschützte Bezirke und Naturmonumente gab es schon lange in der Menschheitsgeschichte. Neu am Yellowstone-Park war, dass das Gebiet ausdrücklich vor menschlicher Nutzung geschützt werden sollte, um es zur Erbauung für die ganze Nation zu erhalten. Diese Idee - zu schützen und Naturerlebnisse zu ermöglichen - ist auch heute noch die Grundlage der Nationalparke.

Nationalparke im Wattenmeer

Schon 1963 forderte die Schutzstation Wattenmeer die Einrichtung eines "Großreservats Halligmeer" in Nordfriesland, um diese Naturlandschaft nachhaltig zu schützen. 1969 forderte der Landesjagdverband erstmals einen Nationalpark, und seither gab es immer weitere Bestrebungen, Nationalparke im deutschen Wattenmeer einzurichten. Da Naturschutz Ländersache ist, wurde dieses Ziel schließlich schrittweise erreicht: 1985 wurde der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer per Gesetz eingerichtet, 1986 folgte per Verordnung der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, und 1991 schließlich wies Hamburg sein Stück Wattenmeer in der Elbmündung als Nationalpark aus.

Aufgaben für die Zukunft

Schutzbestimmungen müssen dem Wandel der Natur und veränderten menschlichen Nutzungen angepasst werden. Deshalb wurden in den 90-er Jahren in der Ökosystemforschung die Ökologie und die Nutzung des Wattenmeers intensiv untersucht. Aufbauend auf den Ergebnissen konnten von 1999 bis 2001 die Gesetze für die Wattenmeernationalparke überarbeitet werden.

In Schleswig-Holstein wurde hierbei z. B. das Walschutzgebiet vor Sylt und Amrum eingerichtet.

Andere Maßnahmen, wie ausreichend große nutzungsfreie Zonen, blieben allerdings im politischen Dschungel stecken. Deshalb gibt es für die Naturschutzverbände in den Nationalparken auch künftig noch viel zu tun.


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