Großes Lob - Besuch des Bundesbeauftragten für den Zivildienst, Dr. Jens Kreuter, bei der Schutzstation Wattenmeer

15.08.2008

"Das Engagement der Zivis bei der Schutzstation Wattenmeer ist beeindruckend," sagt Dr. Jens Kreuter, Bundesbeauftragter für den Zivildienst anlässlich seines Besuches am 14.08.08 in Hörnum auf Sylt. "Ob sie im Winter stundenlang gestrandete Kegelrobbenjunge bewachen oder im Sommer Schulklassen die Ökologie des Watts erklären, spricht dafür, dass die Zivis voll hinter ihrer Arbeit stehen. Hier haben wir außerdem ein gutes Beispiel dafür, dass sich der Zivildienst erfreulicherweise immer mehr zum Lerndienst entwickelt." Gert Oetken, Vorsitzer der Naturschutzvereinigung: "Als eine der größten deutschen Zivi-Einsatzstellen im Naturschutz sind wir darauf angewiesen, dass wir jedes Jahr wieder motivierte Zivildienstleistende finden, die zu uns in den Norden kommen. Das wird natürlich bei den geburtenschwachen Jahrgängen schwieriger als früher."

 

Jannes Landschoff, Ex-Zivi der Hörnumer Station und Rainer Borcherding, Biologe bei der Schutzstation führten die Gäste durch die in diesem Jahr von ihm neu konzipierte Hörnumer Ausstellung.

 

Kreuter offenbarte dabei seine besondere Beziehung zur Nordsee: "Unsere Familie verbringt ihren Jahresurlaub immer an der Nordsee. Schon mein Vater ist mit uns regelmäßig während der Sommerferien ans Wattenmeer gefahren."

 

Der Bundesbeauftragte, der die Dienststelle zusammen mit der Regionalbetreuerin Barbara Kupsch besuchte, nahm sich viel Zeit für Gespräche mit den Zivildienstleistenden. Er interessierte sich u.a. dafür, wie die Arbeit vor Ort organisiert wird, wie die jungen Mitarbeiter ausgebildet werden, aber auch wer das Kochen übernimmt oder was die jungen Männer überhaupt in den Norden gebracht hat.

 

Nicholas Stromer, der ab September als Zivildienstleistender ständig in das Kinder-Ferienheim Puan Klent auf Sylt abgeordnet ist: "Ich habe mich seit meinem 14.Lebensjahr in der Jugendarbeit engagiert und die Konfirmanden unserer Gemeinde in Waiblingen bei Stuttgart betreut. Außerdem habe ich die JuLeiKa, ein Ausbildungsprogramm für andere Jugendmitarbeiter organisiert. Da war es für mich klar, dass ich auch nach der Schulzeit unbedingt mit Kindern zu tun haben wollte. Wir haben zu den Schulklassen oft einen direkteren Zugang als die Lehrer, weil wir altersmäßig noch nicht so weit von den Kindern entfernt sind. Ich möchte nach meinem Abitur Biologie studieren und das ist auch einer der Gründe, warum ich zur Schutzstation gekommen bin". Für Tom Langbehn, der seinen Zivildienst in Hörnum ableistet, ist es sogar "die beste Zivistelle der Welt".

 

Der Bundesbeauftragte, Dr.Kreuter wird am 15.08.08 mehrere Einsatzstellen auf Amrum besuchen und auch mit den drei Bürgermeistern der Insel zusammentreffen.