Schutzstation Wattenmeer barg toten Delphin in Hörnum

28.06.2002

Am Donnerstag abend (27.6.02) fanden Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer am Weststrand in Hörnum einen gestrandeten Weißschnautzendelphin (Lagenorhynchus albirostris). Das tote Tier zeigte bereits deutliche Zeichen von Verwesung und wurde zur Weiterleitung an das Forschungs-und Technologiezentrum in Büsum vom Strand geborgen. Dort will die zuständige Veterinärin, Dr. Ursula Siebert, den Delphin auf mögliche Todesursachen untersuchen.

Weißschnautzendelphine sind am Wattenmeer selten, werden in der nördlichen Nordsee jedoch häufiger beobachtet. Vergangenes Jahr wurde ein Exemplar der gleichen Art bei Hallig Hooge geborgen. Im August 2001 wurde von Rantum auf Sylt eine Gruppe vorbeiziehender Delphine gesichtet.

Weißschnautzendelphine können leicht mit den im Walschutzgebiet vor Sylt-und Amrum viel häufiger gesichteten und zur Zeit kalbenden Schweinswale verwechjselt werden. Weißschnautzendelphine werden jedoch über 2 m 30 lang, haben spitze Zähne im kurzen, weissen "Schnabel" und eine sichelförmige Rückenfinne. Schweinswale hingegen werden nicht größer als 1,8 m, und tragen spatelförmige Zähne im Gebiss. Ihre Rückenfinne ist dreieckig und der Kopf vorne abgerunded.

Die Schutzstation Wattenmeer bittet darum jede Sichtung von lebenden oder gestrandeten Kleinwalen zu melden (Tel: 04651/881093).