Brutvögel 2019

11.5.2019: Gestern hatten wir gezeigt, wie die Freiwilligen-Teams zurzeit die Brutvögel im und am Weltnaturerbe Wattenmeer kartieren. Heute stellen wir einige der Arten vor, die sie dabei erfassen. Die Vorgehensweise ist dabei je nach Verhalten und Aussehen der Art unterschiedlich. Grundsätzlich werden keine Nester gesucht, sondern "Revierpaare" kartiert. Das sind Einzeltiere oder Paare, von denen man aufgrund ihres Verhaltens davon ausgehen kann, dass sie ein Brutrevier besetzt haben. Bei Säbelschnäbler oder Austernfischer ist das einfach. Denn sie sind so auffällig, dass man sie aus größerer Entfernung leicht erkennen kann. Rotschenkel und viele Enten vertrauen hingegen auf ihre Tarnung und bleiben oft auf dem Nest sitzen, obwohl man direkt daran vorbei geht. Da nutzt man es aus, dass etwa eine Rohrweihe über eine Fläche fliegt und notiert etwa die Rotschenkel, die dann auffliegen, um sie zu vertreiben. Auch bei größeren Kolonien wartet man an besten, bis einmal alle auffliegen, um den Schwarm dann durchzuzählen.

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