Methoden und Ziele der Seehundforschung

Was gibt es am Seehund zu erforschen?

Bis heute weiß man wenig über das Sozialverhalten, die "Alltagsbeschäftigungen", das Wanderverhalten der Seehunde und über die Frage, wie viele Seehunde im Watt leben können.

Das Zauberwort Telemetrie

Die wichtigste Technik zur Verhaltensbeobachtung bei Säugetieren ist heute die Telemetrie. Man befestigt einen kleinen Satellitensender an einem Wildtier und zeichnet über Wochen oder gar Monate die gesendeten Daten auf. Außer dem Aufenthaltsort kann man auch Tauchzeiten, Tauchtiefen, Ruhephasen usw. beobachten - je nach technischer Ausrüstung und Glück.

Andere Verfahren, die vielleicht weh tun

Zur Untersuchung des Gesundheitszustandes freilebender Seehunde muß man sie fangen und ihnen Blut- und Abstrichproben entnehmen. Diese Untersuchungen werden in Schleswig-Holstein lediglich einmal jährlich bei einer Fangaktion durchgeführt, um die Tiere zu schonen.

Erste Ergebnisse und Ausblick

Seehunde können schnell und über große Entfernungen durch die Nordsee wandern. In wenigen Jahren werden wir auch wissen, was sie im Winter tun. Die zukünfige Bestandsentwicklung ist allerdings eine Frage, die kaum vorhersagbar ist. Wir hoffen das Beste.