Die Nordseegarnele

(Crangon crangon)

Garnelen, Krabben, Porren, Granat

Krabben sind rundliche Krebse mit kräftigen Scheren. Was auf einem Krabbenbrötchen liegt, ist aber ganz anders geformt. Es sieht so aus wie das, was in Nordfriesland in der „Porrenpann“ gebraten wird. Und wenn ein ostfriesischer Fischer „Granat“ anbietet, dann verkauft er keine dunkelroten Halbedelsteine, sondern auch wieder diese länglichen Krebse - Nordseegarnelen eben.

Was sind Garnelen?

Nordseegarnelen sind langschwänzige Zehnfußkrebse von bis zu 8 cm Länge. Sie sind sandfarben, haben kleine Scheren und lange Fühler und vergraben sich meist flach im Sand. Mit der Flut wandern sie auf die Wattflächen hinauf, mit der Ebbe zurück in die Priele.

Sowohl als Räuber als auch als Beutetier ist die Garnele eine Schlüsselart im ökologischen Gefüge des Wattenmeeres.

Wie lebt die Garnele?

Wie viele andere Tierarten nutzen Garnelen das Wattenmeer nur in der warmen Jahreszeit. Im Herbst wandern sie ins Tiefwasser ab. Die Garnele ist trotz ihrer kleinen Scheren ein gefräßiger Räuber und knabbert sogar Wattwanderern an den Füßen, wenn diese geduldig in einem Priel verharren. Vögel, Fische, junge Seehunde und Fischer machen intensiv Jagd auf Garnelen. Jährlich werden in der Nordsee etwa 25.000 t gefangen, davon 10.000 t in Deutschland.

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