Das Meer hat keinen Abfluß - Der Dreck bleibt drin

Welche Verschmutzungsprobleme hat die Nordsee?

Sämtliche chemischen Stoffarten, die produziert werden, gelangen direkt oder über Abfälle ins Abwasser und damit irgendwann ins Meer. Von den derzeit 17 Mio. chemischen Verbindungen wirkt eine unbekannte Zahl giftig, krebserregend, erbgutschädigend oder hormonähnlich (und damit verhaltensändernd). Außerdem fördern Düngesalze das Algenwachstum.

Sind Besserungen in Sicht?

Durch technische Verbesserungen gelangen bestimmte Schadstoffgruppen, z.B. Schwermetalle und Phosphat, heute kaum noch in die Umwelt. Ständig werden aber neue Problemstoffe erfunden, mit denen die Klärtechnik kaum Schritt halten kann.

Was muss am dringendsten passieren?

Alle chlorhaltigen Verbindungen sind extrem problematisch. Sie müssen umgehend aus der Produktion genommen werden. Auch hormonähnliche Stoffe haben ein großes Störpotential.

Unsere Bitte an Sie:

Verwenden Sie Produkte mit dem blauen Umweltengel und vermeiden Sie den Kauf von nicht recyclingfähigen Produkten. Auch Computer und Autos müssen irgendwann entsorgt werden!

Quelle: 8. Symposium über aktuelle Probleme der Meeresumwelt, Juni 1998; Tagungsband

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