Amphibienschutz im Nationalpark

Zäune sichern Wanderrouten von Kröten und Fröschen

Mit den ersten wärmeren Tagen begann am und im Nationalpark wieder die Amphibienwanderung. Viele verschiedene Arten machen sich jetzt auf den Weg zu ihren Laichplätzen in Feuchtgebieten. Müssen die Tiere dann Straßen und Wege überqueren, kann das für sie schnell zur Gefahr werden. 
Daher haben wir vor St. Peter-Ording an der Straße zum Südstrand wieder Amphibienzäune aufgebaut. Diese versperren den wandernden Tieren den Zugang auf die Fahrbahn und leiten sie in eingegrabene Eimer um. Von dort sammeln wir sie zweimal täglich ein und setzen sie sicher auf die gegenüberliegende Seite der Straße. 
Dabei bestimmen wir auch die jeweilige Art und erfassen die Funde. Diese Daten helfen uns, Bestände zu beobachten und gravierende Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Vor St. Peter-Ording leben Gras- und Moorfrösche, Erdkröten sowie auch die seltene Kreuzkröte. Wir sind froh, dass wir so zum Schutz der Amphibien beitragen können.

Freiwilliger trägt Zaunbahn
Der Aufbau der Zäune rechts und links der Straße ist viel Arbeit. Schön, wenn das Wetter mitspielt.
Arbeiten am Zaun
An den Zaunbahnen müssen die Eimer bodentief eingegraben werden. Auch die Zaunbahnen müssen gut am Boden anliegen, damit die Kröten nicht unter ihnen hindurch kriechen können.
Zwei Amphibien jeweils auf einer Hand
Ein Moorfrosch und eine Erdkröte am Zaun.