Fische

Welche Fische leben im Watt?

Im Wattenmeer gibt es etwa 70 Fischarten, von denen jedoch nur etwa 10 auf den trockenfallenden Wattflächen anzutreffen sind. Auffallend häufig sind die Grundeln, artenreich sind die Plattfische, ausgerottet sind die Rochen und der Stör.

Kann man Fische im Watt sehen?

Meist suchen nur Jungfische oder kleine Arten (z.B. Grundeln) das Watt auf, die übrigen Fische bleiben in größeren Prielen oder in der küstennahen Nordsee. Eine Ausnahme ist die Meeräsche, die Algenbeläge vom Schlickboden frisst und bis in ganz flaches Wasser vordringt. In früheren Jahrzehnten konnte man bei Ebbe in Prielen Plattfische und sogar Rochen fangen, doch diese Zeiten sind durch die intensive Nordsee-Fischerei vorbei.

Was tun die Fische hier?

Es gibt mehrere Arten, die als Jungfische im 1. Jahr das Watt als "Kinderstube" brauchen. Hierzu gehören Scholle, Hering, Wittling und Hornhecht. Andere Arten durchqueren das Wattenmeer beim Zug in ihre Laichflüsse (Lachs, Meerforelle, Neunaugen, Schnäpel) oder auf dem Weg zurück ins Meer (Aal). Typische Standfische sind Seeskorpion, Aalmutter, Sandgrundel und Scheibenbauch, die allesamt nicht größer als 30 cm werden.

Literatur: Vorberg & Breckling (1999): Atlas der Fische im schl.-holst. Wattenmeer

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