30 Jahre vorbildliche Küstenzivi-Schulung

Zivi-Bundesbeauftragter zu Besuch auf Hallig Hooge

14.10.2009

Am 30.9.09 besuchte der Bundesbeauftragte für den Zivildienst, Dr. Jens Kreuter, die Zividienstschule auf Hallig Hooge im nordfriesischen Wattenmeer. Er würdigte damit die seit 30 Jahren dort von der Schutzstation Wattenmeer im staatlichen Auftrag durchgeführte Schulung von Zivildienstleistenden (ZDL) im Naturschutz.

Zugleich dankte er der Schutzstation als bundesweit ältester Zivildienststelle im Umweltschutz für ihre besonderen Verdienste beim Einsatz und der Betreuung von Zivildienstleistenden: "Die Schutzstation Wattenmeer zeigt seit Jahrzehnten in vorbildlicher Weise, wie junge Männer im Rahmen ihres Zivildienstes Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen können. Hier findet jeden Tag die Entwicklung sozialer Kompetenzen statt." Dr. Kreuter nahm zunächst am Unterrichtsprogramm der Zivildienstleistenden teil. Dann beantwortetet er über zwei Stunden lang Fragen der jungen Männer zum Zivil- und Wehrdienst. Anerkennend stellte er fest, dass die ZDL aus verschiedenen Umweltverbänden schon nach wenigen Dienstmonaten fachlich und sozial sehr kompetent sind und auch die gesetzlichen Vorgaben des Zivildienstes mit seinen Rechten und Pflichten verinnerlicht haben. Im Rahmen einer naturkundlichen Nachtexkursion mit der Lehrgangsgruppe konnte Dr. Kreuter praxisbezogen einige Beispiele der Bildungsarbeit für Nachhaltigkeit kennenlernen. Bei seiner Abreise von der windumtosten Hallig stellte er zusammenfassend fest: "Junge Männer wie diese, die hier barfuß und mit der Wattforke oder dem Fernglas in der Hand ihren Dienst leisten, haben seit 1972 Millionen von Besuchern gezeigt, wie positiv der Zivildienst für die Gesellschaft wirken kann. Die Dienstleistenden kommen aus dem ganzen Bundesgebiet und bleiben oft freiwillig mehrere Monate länger, als der eigentliche Zivildienst dauert. Für dieses besondere Engagement, gerade der ZDL im Wattenmeer spreche ich ihnen ausdrücklich meinen Dank aus."