330.000 Menschen über den Nationalpark Wattenmeer informiert

Positive Bilanz anlässlich Mitgliederversammlung der Schutzstation Wattenmeer

19.03.2008

Am 15.03.08 hat die Schutzstation Wattenmeer ihre jährliche Mitgliederversammlung im Hotel Pelli Hof in Rendsburg abgehalten. "Unsere Mitarbeiter konnten im Jahr 2007 insgesamt 330.000 Menschen über die einmalige Natur des Nationalparks Wattenmeer informieren. 170.000 Gäste besuchten unsere 20 Stationen, 160.000 interessierten sich für unsere 8.500 Veranstaltungen an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins", zog Johann Waller, stellvertretender Vorsitzer der Schutzstation Wattenmeer aus Burg/Dithmarschen, eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres. "Dies ist ein sehr wichtiger Teil unserer Naturschutzarbeit; mit unseren Veranstaltungen können wir den Menschen die Einzigartigkeit des Wattenmeeres vermitteln und sie für den Schutz des Lebensraumes begeistern."

 

Als größte Herausforderung für den Naturschutz sieht Waller in der kommenden Zeit die schleichende Industrialisierung des Wattenmeers: "Nicht genug, dass die Erdölindustrie in einem so empfindlichen Lebensraum auch noch die letzten Erdölreserven aus dem Boden holen will. Nun versuchen die gleichen Energiefirmen neue Kohle-Kraftwerke, die Dinosaurier der Energietechnik, mit einem Trick der Öffentlichkeit schmackhaft zu machen: Das entstehende Kohlendioxid soll in Kavernen unterhalb des Wattenmeer-Nationalparks gespeichert werden", so Waller weiter. "Während die Kohle fast 300 Millionen Jahre unangetastet unter der Erde lagerte, bleibt das bei der Verbrennung abgeschiedene Kohlendioxid nur 1.000 Jahre in den Kavernen. Zudem ist völlig unklar, ob diese Technik überhaupt funktioniert."

 

Auf der Mitgliederversammlung stellte sich auch der neue Geschäftsführer der Schutzstation Wattenmeer, Harald Förster den Mitgliedern vor. Förster wird am 01. April 2008 seine Arbeit bei der Naturschutzgesellschaft aufnehmen. Der Diplomforstwirt leitete zuvor elf Jahre die private, wildbiologische Forschungsgesellschaft "Okatumba Wildlife Research" in Namibia.

 

Weitere Tagesordnungspunkte der Mitgliederversammlung bildeten u.a. Vorträge der Biologinnen Heike Weigt über die "Naturschule Nationalpark" und Anja Szczesinski über das Dreiländerprojekt "Internationale Wattenmeerschule IWSS".