Ehrenamtliches Engagement für Pellwormer Schutzstation

Interview mit dem Stationsbeauftragten (SB) Jonas Geburzi

15.11.2013

Moin Jonas, Du bist gerne draußen in der Natur unterwegs und beobachtest Vögel. Woher kommt deine Begeisterung dafür?
Ursprünglich stamme ich aus dem Ruhrgebiet, aber schon für den Zivildienst zog es mich 2007 nach Schleswig­-Holstein – als NABU­ Schutzwart am Grünen Brink auf Fehmarn. In der Zeit packte mich die Begeisterung fürs Vögel beobachten und lässt mich seitdem nicht mehr los.

Nach dem Zivildienst hast Du Dein Bio-Studium in Tübingen sowie Kiel begonnen und persönliche Schwerpunkte in Ökologie und Biodiversitätsforschung gesetzt. Studienreisen brachten Dich unter anderem nach Lappland, Bulgarien, Kanada und Peru. Doch wie entstand Deine Verbindung zur Pellwormer Schutzstation?
Als Besucher kannte ich den Verein von Klassenfahrten und Uni­-Exkursionen nach Amrum, Hooge und Sylt – und von einem Urlaub auf Pellworm vor vielen Jahren, sozu­sagen mein „Erstkontakt“ mit Schutten.


Was gab den Anstoß zu Deinem Engagement als ehrenamtlicher Stationsbetreuer (SB)? Auf die Idee, die Perspektive zu wechseln und mich ehrenamtlich im Verein zu engagieren, brachten mich Anne Sell und Robert Möckel, Amrumer Stationsbeauftragte, die ich 2011 auf einer Forschungsreise kennengelernt habe. Die beiden haben ein erstes Treffen mit Frauke Däuble im Winter 2012 organisiert, die mir eine gemeinsame Stationsbetreuung auf Pellworm vorschlug. Spätestens nach dem ersten Besuch beim Team auf der Insel war dann klar: „Das mach ich!“.


Zur Zeit arbeitest Du an Deiner Masterarbeit über die Japanischen Felsenkrabben im Lister Watt. Wie schaffst Du es da noch zeitlich, Dich in der Freizeit um die Pellwormer Station zu kümmern?
Kirsten Thiemann und ich teilen uns die Arbeit. Sie ist als hauptamtliche SB-Kollegin häufiger auf der Insel. Ich fahre einmal im Monat – meist für ein Wochenende – von Kiel nach Pellworm für eine ausführliche Besprechung mit dem Team, in der wir längerfristig die Arbeit organisieren und versuchen, Fragen und Probleme zu lösen.

Was beschäftigt Euch im Moment am meisten?
Der anstehende Umzug von Wohnung und Ausstellung nach Tammensiel ist natürlich das Thema der letzten Monate. Gemeinsam mit dem Team und Kirsten den Umzug und die neue Wohnung zu planen sowie Konzepte für die neue Ausstellung zu entwickeln, macht mir großen Spaß. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf das Ergebnis im Frühjahr 2014 ...