Erste Kegelrobbengeburt in Dänemark

Großer Erfolg für den Naturschutz

15.01.2015

 Vor Jahrhunderten wurde die größte Robbenart der Nordsee auch im dänischen Wattenmeer durch die Jagd ausgerottet. Nun ist sie wieder zurück. Bei einer Zählung aus dem Flugzeug haben Forscher auf einer Sandbank vor der Insel Rømø erstmals wieder eine junge Kegelrobbe mit ihrer Mutter entdeckt.

Die weiß bepelzten Jungen werden ab Mitte November an ungestörten, hochwassersicheren Plätzen geboren.

 „Die Wiederbesiedlung des nördlichen Wattenmeers ist ein großer Erfolg für den Naturschutz“, freut sich Biologin Silvia Gaus von der Schutzstation Wattenmeer.

Für die Meeressäugerexpertin ist die Kegelrobbengeburt in Dänemark ein Zeichen dafür, dass der Nationalpark Wattenmeer auf dem richtigen Weg ist.

„Nur in einem Ökosystem, in dem der Natur Raum gelassen wird, bekommen Tierarten eine Chance, verlorengegangenen Lebensraum wieder zurückzuerobern“, sagt die Biologin, die das Konzept der flexiblen Ruhezone für Kegelrobben mit entwickelt hat.

Werden im nordfriesischen Wattenmeer Sandbänke bei Sturm überspült, gelangen junge Kegelrobben oft an die Strände der benachbarten Inseln. Damit sie von ihren Müttern weiter ungestört gesäugt werden können, errichten Freiwillige der Naturschutzverbände und Seehundjäger flexible Ruhezonen und lotsen Spaziergänger um die Robbenbabys herum.

Weitere Infos: http://www.schutzstation-wattenmeer.de/wissen/tiere/saeuger/kegelrobbe/