Federwechsel der Vögel

Millionen Zugvögel mausern im Wattenmeer

09.08.2016

An den Stränden und Deichen kann man zurzeit wieder dicke, aus Tausenden und manchmal Millionen Vogelfedern bestehende Spülsäume entdecken. Denn der Spätsommer ist "Mauserzeit". Mehrere Millionen Knutts, Alpenstrandläufer, Regenpfeifer und andere arktische Watvögel kommen jetzt ins nahrungsreiche Wattenmeer, um hier gemeinsam mit heimischen Möwen, Enten oder Austernfischern den jährlichen Gefiederwechsel durchzuführen. Oft fällt es ihnen schwer zu fliegen, denn deutlich sichtbare "Mauserlücken" verringern die Flügelfläche. Entenvögel wie Eiderenten oder Brandgänse sind sogar für einige Wochen völlig flugunfähig.

Im Strandfunde-Internetportal BeachExplorer.org kann man jetzt nicht nur Vogelarten und verschiedene Federarten bestimmen, sondern auch Rastplätze mausernder Vögel oder große Federspülsäume selber eintragen oder in aktuellen Fundmeldungen stöbern.

Mehr über die Zugvögel im Wattenmeer und ihren Gefiederwechsel erfährt man bei den vogelkundlichen Führungen in vielen Küstenorten. Die Termine gibt es im Veranstaltungskalender.

In den Nationalpark-Stationen und Nationalpark-Häusern kann man sich Federn oft auch unter der Lupe anschauen und hierbei den faszinierenden Leichtbau der Vögel entdecken.

Auch Künstler haben Federn für sich entdeckt. Einige Feder-Objekte unserer LandArt-Seminare sind hier zu finden.

 

 

 

 

Überall findet man zurzeit Federn in großen Mengen

Sie stammen von Millionen von Zugvögeln, die jetzt im Wattenmeer rasten und mausern.

Oftmals fällt den Vögeln, wie dieser Lachmöwe, wegen größerer Federlücken das Fliegen schwer. Enten und Gänse können zeitweise gar nicht fliegen.

Oft fallen den Vögeln die Federn auf dem Watt aus. Mit der Flut treiben sie dann an den Strand, wo...

... manchmal dicke Feder-Spülsäume entstehen.

Federn sind faszinierende Leichtbauprodukte der Vögel. Es lohnt sich, sie sich eimal unter der Lupe anzusehen. Oder man nutzt sie auch für kleine Kunstwerke :-)