Gut ausgebildet

80 Freiwillige als Wattführer und Vogelzähler geschult

25.11.2011

„Wie erkennt man eingeschleppte Felsenkrabben, wie geht man mit uneinsichtigen Hundehaltern um und wie zählt man 10.000 Ringelgänse?“ Mit diesen und vielen weiteren Fragen befassten sich in den letzten sechs Wochen Fachseminare für Freiwillige im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Im Nationalpark-Seminarhaus auf Hallig Hooge vertieften insgesamt 80 Engagierte in jeweils zehntägigen Seminaren ihr Wissen über Vögel, Wattwürmer und den Lebensraum Wattenmeer. Die Schulungen sind Teil einer fünfwöchigen Seminarreihe, die von allen Freiwilligen im Ökologischen Jahr (FÖJ) und im neuen Bundesfreiwilligendienst durchlaufen wird.

Seit dem Ende des Zivildienstes stellen Bundesfreiwillige die Hälfte des Personals der Naturschutzverbände im Wattenmeer. „Der neue Bundesfreiwilligendienst bietet großartige Möglichkeiten, freiwilliges Engagement für die Umwelt und die Gesellschaft zu fördern“, betont der Biologe Rainer Borcherding. Er leitet seit 1995 die Fachseminare der Schutzstation Wattenmeer. „Unsere jüngste Nationalparkbetreuerin ist 17 Jahre, die älteste Seminarteilnehmerin 50. Das ist ein ganz neues gesellschaftliches Spektrum, das sich hier für den Nationalpark engagiert.“ Anders als im Zivildienst können im Bundesfreiwilligendienst (BFD) Menschen aller Altersgruppen aus dem In- und Ausland wahlweise sechs bis 18 Monate lang für Umwelt und Gesellschaft aktiv werden.

Ende November beginnt bereits wieder der Bewerbungszeitraum für den Freiwilligendienst im kommenden Jahr. Einige Plätze im BFD sind schon ab Ende März für sechs Monate frei. Zum Juli sind dann wieder 80 Plätze im FÖJ und für ein ganzes Jahr zu besetzen. Informationen bietet das Internet unter www.umweltjahr.de und http://www.freiwillig-am-meer.de