Seh-Zeichen für Meeresschutz gesetzt

Totempfahl ziert Hörnums Schutzstation Wattenmeer

26.07.2002

Neben dem alten Leuchtturm und dem Kirchturm hat Hörnum auf Sylt nun noch etwas Herausragendes zu bieten: den Totempfahl der Nordseetiere vor der Schutzstation Wattenmeer. Die sechs Meter hohe Skulptur wurde am 26.7. 02 "stammesgemäß" eingeweiht. Eingeladen hatten die "Wattindianer" der Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer e.V., die in Hörnum bereits seit 28 Jahren Naturschutz und Umweltbildung betreibt.

Die örtlichen "Häuptlinge" Lothar Koch und Boris Ludz freuten sich zusammen mit der Bildhauerin Dina Frevert über den gelungenen Abschluss einer achtmonatigen Schnitzarbeit an einem keitumer Ulmenstamm. Unter den Trommelklängen der sylter Trommelgruppe Loas Salut wurde das Symbol für Nordseeschutz mit Hilfe eines LKW-Krans der Firma Peter Jacobsen installiert.

"Mit dem Totempfahl wollen wir den Nordseetieren ein Denkmal setzen und so den vielen Tausend Besuchern, vor allem den Kindern, eine Freude machen und Anregung zum Nachdenken über den Haushalt der Natur geben." sagte Lothar Koch in seiner Ansprache.

Das Wissen vom natürlichen Kreislauf, kannten die Indianer schon lange: "Wir sind ein Teil der Erde. Alles ist miteinander verbunden. Wären alle Tiere fort, so stürbe der Mensch an großer Einsamkeit" zitierte Koch die bereits 1855 gesprochenen Worte des Indianer-Häuptlings Seattle.

Weil der Totempfahl auch ein Zeichen des Friedens zwischen den Menschen und dem Menschen mit der Natur sein soll rauchte Koch die "Friedenspfeife der Wattindianer" mit Hartmut Müller, dem Bürgermeister von Hörnum und ließ das Symbol zu Trommelklängen zwischen den zahlreichen Gästen aus Hörnum und anderen Institutionen der Insel kreisen.

Den Firmen Karstensen und Jacobs von Sylt, sowie der Naturschutzstiftung Wattenmeer aus Kiel und zahlreichen Einzelpersonen wurde für die unentbehrliche Hilfe bei der Realisierung des Projektes gedankt.