Stark schwindende Sylter Südspitze

Schutzstation Wattenmeer bittet Besucher der Hörnum-Odde um Schonung der Dünen

24.11.2015

Jedes Jahr lassen Wind und Wellen das Naturschutzgebiet Hörnum-Odde um mehrere Meter schrumpfen. In der letzten Woche haben die Sturmtiefs Heini und Iwan den Strand auf breiter Front weggeschwemmt und die verbliebene Sylter Südspitze fast durchtrennt. Bei Hochwasser verbindet lediglich ein schmaler Landstreifen die neue Sandinsel mit dem Rest von Sylt.


„Wir bitten alle Besucher nur noch bei Niedrigwasser um die Hörnumer Odde und den Sylter Süden zu gehen“, sagt Dennis Schaper, Leiter der Schutzstation Wattenmeer auf der Insel und empfiehlt, den Weg zuvor mit Hilfe der überall verfügbaren Gezeitenkalender zu planen.


Bei Hochwasser würden Spaziergänger bei einem direkten Gang durch die empfindliche Dünenvegetation erhebliche Trittschäden verursachen. „Pflanzen wie der Strandhafer halten mit ihren langen Wurzeln den Dünensand fest“, erläutert Schaper. Jeder Gast, der durch sein Verhalten diese Vegetation schone, leiste einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Insel. Auch bei Niedrigwasser bittet er deshalb, keine Abkürzungen zu nehmen und weiterhin bis zum äußersten südlichen Ende von Sylt zu laufen.


Informationen über die dynamischen Naturkräfte im Weltnaturerbe können interessierte Besucher auf den speziellen Führungen der Schutzstation Wattenmeer um die Hörnum-Odde erhalten: 02.12.15 und 18.12.15 jeweils um 10.00 Uhr sowie am 30.12.15 um 09.30 Uhr.


Weitere Informationen dazu gibt es auch in der Arche Wattenmeer (Rantumer Str. 33 in 25997 Hörnum), die wieder vom 27.12.-31.12.15 und vom 02.01.-10.01.16 von 12-16 Uhr geöffnet ist.

 

Verschiedene Medienbeiträge mit Stationsleiter Dennis Schaper zur Hörnum-Odde gibt es hier:

 

Sylter Rundschau, 20.11.2015, Text, Karten & Film

 

RTL-Nord, 2.12.2015, TV, ca. 3 min.

 

Syltfunk – Söl'ring Radio, 8.12.2015, ca. 2 min.

 

SYLT1.TV, 10.12.2015, ca. 16 min.

Ausführliches Outdoor-Interview zur Odde, zu Kegelrobben und weiteren Themen

 

 

 

 

 

Das Meer hat die Odde fast abgetrennt; im Vordergrund ist der Trampelpfad zu erkennen

Fotos: Dennis Schaper, Schutzstation Wattenmeer