Umweltschutz braucht Bundesfreiwillige

20.08.2012

Anlässlich des Auftaktes der Sommerreise von Bundesminister Peter Altmaier in Friedrichskoog fordert die Schutzstation Wattenmeer, den Anteil der Bundesfreiwilligen im Umweltbereich mittelfristig auf 3.000 Plätze zu erhöhen. „Von den 35.000 Bundesfreiwilligen sind derzeit weniger als drei Prozent im Umweltschutz eingesetzt,“ sagte BFD-Koordinator Rainer Borcherding von der Schutzstation Wattenmeer. „Die gesamtgesellschaftliche Bedeutung, die dem Erhalt unseres gemeinsamen Naturerbes zukommt, muss sich auch in der Zahl der BFD-Plätze widerspiegeln“, forderte Borcherding weiter und bat Altmeier, sich bei der Sozialministerin für eine Aufstockung einzusetzen.

“Ein Engagement ist hier besonders lohnenswert, weil Umwelt-BFDler oft Kristallisationspunkte für weiteres freiwilliges und ehrenamtliches Engagement sind”, sagte der BFD-Koordinator. Viele Einsatzstellen seien aber finanzschwach und auf eine besondere Förderung angewiesen. “Im ersten Jahr seines Bestehens ist der Bundesfreiwilligendienst gut gelaufen und für den Naturschutz sehr hilfreich gewesen,” zog Borcherding eine positive Bilanz. Er habe aber Sorge, dass bei möglichen Finanzkürzungen im BFD vor allem der Umweltbereich betroffen sein könnte.

Einen Einblick in die Arbeit der Freiwilligen bei der Schutzstation Wattenmeer gab BFDlerin Jule Neumann: „Wir sind auch bei schlechtem Wetter draußen, um Vogelbrutgebiete auszuschildern und unsere Kollegen auf den Inseln bewachen im Winter sogar bei Minusgraden junge Kegelrobben.” Ihre Arbeit würde ihr sehr viel Spaß machen und sie sei davon überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben. Altmaier zeigte sich beeindruckt von diesen Leistungen und betonte, wie wichtig solch ein freiwilliges Engagement für die Gesellschaft sei.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (links) mit BFDlerin Jule Neumann (Mitte) und BFD Koordinator Rainer Borcherding (rechts)