Arktisches Wattenmeer

24 Stunden im Nationalpark

Schneefall und einige Frostnächte hatten das Wattenmeer schon Anfang der Woche winterlich wirken lassen. In der vergangenen Nacht sanken die Temperaturen vor St. Peter-Ording allerdings auf minus 11 Grad. Zu Schneeverwehungen in den Salzwiesen kamen nun innerhalb weniger Stunden große Eisflächen auf dem Watt, die von den Gezeiten bereits zu dickeren Schollen zusammengeschoben wurden. Zugleich zog immer wieder Nebel auf, der auch Gräser und andere Pflanzen mit glitzerndem Raureif schimmern ließ.

Die Fotoserie liefert einige fast arktisch anmutende Eindrücke von gestern Abend und heute früh.

Schneeverwehungen spiegeln sich in Wasser
Schon der Schnee Anfang der Woche war in teilweise bizarren Formen in die Priele geweht worden. Hier scheint sich ein Gebirge im Wasser zu spiegeln.
Eis in Kristallen und dünnen Flächen im Abendlicht
Beim starken Ostwind lief die Flut nicht allzu hoch auf, so dass das Watt in den Nächten auskühlte. Gestern Abend hatte sich schon dünnes Eis in bizarren Formen gebildet.
Eis-Wellen auf der Sandbank
Teilweise wurde Eisgries auch auf größeren Flächen zusammengeschoben. Hier war ein eigenartiges Wellenmuster entstanden.
Schnee- und Sandfahnen an einer Düne
Der Sturm "Elli" mobilisierte am Freitag auch Sand, der sich seinerseits auf Schneewehen der Tage zuvor legte. Einzigartige Formen :-)
Planet strahlt über verschneiten Dünen
Schon bald nach dem Sonnenuntergang stand gestern der Jupiter über den verschneiten Dünen.
Blick im letzten Abendlicht über die Seebrücke zur Badestelle Bad
Über die Brücke und die Stege kann man Sandbänke und Dünen vor St. Peter-Ording auch im Winter gut erreichen. Manche Gäste waren dort gestern noch bis weit in den Abend unterwegs.
Kurz nach Sonnenaufgang ziehen Nonnengänse landeinwärts
Klirrend kalt war es heute früh. Nebelschwaden hatten Gräser mit Raureif überzogen. Hungrig flogen Nonnengänse von ihren sicheren Schlafplätzen auf dem Watt wieder ins Binnenland, um dort zu fressen.
Leuchtturm im Morgendunst
Die Leuchttürme, wie hier vor St. Peter-Böhl, sind morgens noch eine Stunde bis nach dem Sonnenaufgang aktiv. Für dieses Bild musste man also früh draußen sein.
Hochhaus ragt aus flachem Nebel
Immer wieder zog Nebel über Dünen, Salzwiesen und Watt. Hier war es eine bodennahe Schicht.
Pfahlbauten ragen in Nebelschicht hinein
Manchmal schien sich der Nebel auch über klarere Kaltluft zu schieben.
Blick über Priel hinaus auf das Watt
Heute früh war das Watt fast vollständig überfroren. Enten und Gänse sammelten sich an offenen Stellen.
Eisschollen ragen aus flachem Wasser
Die Flut am Morgen hatte bereits einige dickere Eisschollen zusammengeschoben.
Vereistes Watt
Teilweise war das Watt großflächig voller Eis. Ein Anblick, den man eigentlich eher mit der Arktis verbinden würde.
Blick weit hinaus über Eisflächen und Vogelgruppen
Dennoch tönten immer wieder Rufe von Gänsen oder Enten über das Watt. Erstaunlich viele sind jetzt noch im Nationalpark zu finden.
Arktis wirkender Nationalpark
Mittags bot der Eiderdamm einen erhöhten Blickwinkel. Vogelschwärme und Eisschollen bis in die Ferne.