Kreuzkrötenmonitoring im Nationalpark

Lange Abende vor St. Peter-Ording

Eine neue Aufgabe für die Schutzstation St. Peter-Ording ist die Teilnahme am bundesweiten FFH-Monitoring der Kreuzkröte, da im Nationalpark am Ordinger Strandsee eine der landesweiten Probenstellen liegt. An drei Abenden trafen sich die Stations-Freiwilligen zur Laichzeit zu Sonnenuntergang mit Hauptamtlichen des Projekts Sandküste St. Peter-Ording sowie einigen ehrenamtlichen Helfer:innen zur abendlichen Kreuzkrötenzählung. 

Nachdem im Vorjahr dort bereits nach Laichschnüren gesucht worden war, wurden 2026 rufende Männchen sowie Sichtungen von laichbereiten Männchen und Weibchen erfasst. Nach einer kurzen Einweisung durch Biologin Sabine Gettner durchsuchten die Beteiligten die Uferzonen der Laichgewässer, die in St. Peter üppig mit Schilfröhricht bewachsen sind. Für Kreuzkröten-Habitate ist dies eher ungewöhnlich. Aus dem Konzert der charakteristisch "knarrenden" Männchen auf deren Anzahl zu schließen, erwies sich durchaus als Herausforderung, zumal zeitweise auch Schwärme rastender Nonnengänse das ihre zur Geräuschkulisse beitrugen.

 

Team am Röhricht
Treffen am Strandsee: Angesichts nicht immer berechenbarer Wassertiefen und kühler Abende war wasserfeste und warme Kleidung wichtig.
Zwei Personen suchen im Schilf
Sabine Gettner übernahm jeweils die fachliche Einweisung.
Blick von Düne auf den Strandsee mit Kartierenden
Der westliche Ordinger Strandsee ist in den vergangenen Jahren größer und tiefer geworden.
Personen mit Lampen im Schilf
Bald waren Lampen unverzichtbar, um Amphibien im Schilf zu erkennen.
Kreuzkröte in Hand blickt direkt in Kamera
Weibliche Kreuzkröte. Die Rufe der Männchen sollen sie zum Laichen anregen.
Personen im letzten Abendlicht
Ende der Aktion unter dem Sternenhimmel.