Leuchtende Farben am Watt
Spätsommer im Nationalpark
Intensive Farben, kräftiger Duft, Vogelschwärme und viele Federn kennzeichnen zurzeit die Vorländer im Weltnaturerbe Wattenmeer. Als letzte Salzwiesenpflanze steht die Strandaster in voller Blüte. Über dichten Beständen bemerkt man manchmal ihren honigschweren Duft. Zugleich surrt und schwirrt es, denn Bienen, Hummeln oder weit gereiste Schmetterlinge suchen hier Nektar. Dazwischen steht oft der türkis-graue Strandwermut. Berührt man ihn, verströmt er seinen ganz anderen aromatischen Geruch. Zum Watt hin färbt sich der Queller bereits gelb, orange oder kräftig rot.
Viele Strandläufer, Möwen und andere Zugvögel nutzen zurzeit den Nahrungsreichtum des Wattenmeers, um hier den energiezehrenden Gefiederwechsel durchzuführen. Ihre abgeworfenen alten Federn liegen überall in den Spülsäumen. Zugleich legen sie Reserven für den Zug nach Süden an. Auch viele Kleinvögel wie Bachstelzen, Stare oder Schwalben sind zu sehen. In der an Insekten reichen Salzwiese bereiten sie sich und ihre Jungvögel ebenfalls auf den herbstlichen Wegzug vor.
Mehr über das vielfältige Leben in den Vorländern und auf dem Watt erfährt man bei den Salzwiesentouren, Vogelführungen oder Wattwanderungen, die unsere Freiwilligen überall anbieten. Die Termine stehen hier im Veranstaltungskalender und auf den Seiten der Stationen.