Pfahlreihe am Watt repariert

Hörnumer Sandnehrung wieder gut geschützt

Zu Millionen rasten jetzt wieder arktische Watvögel wie Knutts oder Alpenstrandläufer im Wattenmeer, um Vorräte für den großen Sprung in die arktischen Brutgebiete anzulegen. Genauso wichtig wie nahrungsreiche Wattflächen sind abgelegene, übersichtliche Rastplätze, auf denen die riesigen Vogelschwärme bei Hochwasser in Ruhe abwarten können, dass die nächste Ebbe kommt. 

Auf Sylt ist die Hörnumer Nehrung einer der wichtigsten dieser Rastplätze. Da sonst wahrscheinlich viele Menschen bei Wanderungen entlang kämen oder sich dort auch in die Sonne setzen würden, ist der Bereich seit Jahren als Vogelrastgebiet gekennzeichnet.
Rechtzeitig vor den wärmeren Temperaturen und den verschiedenen Feiertagswochenenden schlossen unsere Hörnumer Freiwilligen im April noch einige Lücken in der Pfahlreihe. Mit der kleinen Ramme machten sie sich natürlich bei Niedrigwasser an die Arbeit, als die meisten Vögel weit draußen auf dem Watt nach Nahrung suchten.

Den eindrucksvollen Rastplatz erläutern unsere Freiwilligen gern in sicherem Abstand bei den Vogelführungen, die sie dort regelmäßig anbieten. Die Termine stehen hier im Kalender.

 

Knutts an der Hörnumer Nehrung
Wenn zweimal täglich die Flut kommt, sammeln sich die Zugvögel in riesigen Schwärmen an ruhigen Rastplätzen.
Freiwillige mit Ramme an der Pfahlreihe
Die winterlichen Sturmfluten hatten in die Pfahlreihe am Schutzgebiet einige Lücken gerissen. Die Freiwilligen Paul und Ellen machten sich jetzt an die Reparatur.
Collage zweier Fotos mit der Ramme
Im nassen Sand ist die Motorramme eine große Hilfe. Mit einem Spaten könnte man kaum sinnvoll arbeiten, da schnell Wasser das Loch füllen würde.
Team mit neu gesetzten Pfählen
Ohne große Lücken ist die Reihe besser erkennbar.
Vogelschwarm über dem Rastplatz
Mit der Nehrung haben die arktischen Watvögel jetzt wieder einen ruhigen Hochwasser-Rastplatz.