Rosa Blütenköpfe am Meer

Grasnelke - Pflanze des Monats Juni

Die Grasnelke, die weder Gras noch Nelke ist, gehört wie der Strandflieder zu den salztoleranten Bleiwurzgewächsen. Von Mai bis September zieren ihre rosa Köpfe auf ihren zarten Stielen die Sand- und Salzwiesen. Die Art kann mit und ohne Salz wachsen. Da sie daher oft für Steingärten ausgegraben wurde, steht die Grasnelke unter Naturschutz.

Sommerzeit ist Grasnelkenzeit

Im Nationalpark Wattenmeer ist die Grasnelke in fast allen Salzwiesen zu finden, sofern die Vegetation niedrig ist. Die ihre bodennahen grasartigen Blättchen leicht überwuchert werden, mag die Grasnelke beweidete Salzwiesen. Insbesondere die Ringel- und Nonnengänse, die außerhalb der Blütezeit kommen, pflegen die Wiesen so, dass es für die Grasnelke ideal ist. Schafe beißen im Sommer oft die Blütenköpfe ab. Der Wurzelstock mit der Blattrosette kann trotz Beweidung Jahrzehnte alt werden.

Die Grasnelke wächst auf Salz- und Sandböden auch in Mecklenburg und Brandenburg. Wegen ihrer Salztoleranz kann man sie ebenso direkt an Autobahnen finden. Dank ihrer Salzdrüsen erträgt die Grasnelke auch Metallionen. Seltene Sonderformen gedeihen sogar auf alten Halden des Erzbergbaus und anderen giftigen metallreichen Böden im Harz und anderswo. 
 

Rosa Blüten
Die rosa Blütenköpfe der Grasnelke sitzen auf langen Stängeln.
Blütenteppich
Besonders prächtig wächst die Grasnelke am obersten Salzwiesenrand.
Bunte Blühwiese
Landeinwärts wächst die Grasnelke in bunten Sandmagerrasen der Dünen.
Stark verbissene Grasnelken
Von Schafen malträtierte Grasnelken bleiben winzig klein.
Kräftig gefärbte Blüten
Pinkfarbene Varianten der Grasnelke sind in Steingärten beliebt.