Überraschender Seenebel

Wetterwechsel zwischen Winter und Frühjahr

Das Wetter an der Nordseeküste ändert sich zurzeit in kurzen Abständen. Winterlich anmutende Sturmtage wechseln mit ruhigen Stunden. 

Vorige Woche zog dabei nachmittags urplötzlich Seenebel auf. Unter strahlend blauem Himmel näherten sich vom Meer weiße Schwaden, die die Sicht schlagartig von über 20 Kilometern auf kaum 100 Meter verringerten. Auf dem Watt oder auf weiten Sandbänken konnte man schnell die Orientierung verlieren. Zum Glück löste sich die “Suppe” bald wieder auf, so dass man bald zurück ans Land finden konnte. Ein besonderes Phänomen waren Nebelbögen, der mit der Sonne im Rücken in den Nebelschwaden sichtbar wurden. Insbesondere wenn im Frühjahr feuchte Seeluft auf die Küste triff, kann Seenebel scheinbar aus dem Nichts entstehen. 

Nach einem klaren Sonnenuntergang bildete sich bei schnell sinkenden Temperaturen über den Salzwiesen erneut Nebel. Dieses Mal war es aber eine flache Bodennebelschicht, die über Prielen und Tümpeln aufstieg. Untermalt wurde das Ganze von den Rufen von Erd- und Kreuzkröten, die trotz der Kälte bereits in Laichstimmung waren.

Will man das Watt gefahrlos erkunden oder besondere Abendstimmungen genießen, bieten unsere Freiwilligen-Teams überall am Nationalpark zahlreiche Naturerlebnis-Veranstaltungen an, von Watt- oder Strandführungen über Vogelbeobachtungen bis hin zu Abend- oder Nachtwanderungen. Die Termine stehen im Gesamtkalender oder auf den Seiten der jeweiligen Stationen.

 

Flache Wolken über dem Horizont
Unter strahlend blauem Himmel zogen über dem Sandwatt plötzlich erste Nebelschwaden auf.
Nebelwand knapp vor der Sonne
Kurze Zeit später verschluckte eine weißgraue Wand den Himmel. In kurzen Abständen boten sich immer wieder andere Eindrücke.
Heller Bogen in den ziehenden Schwaden
Mit der Sonne im Rücken zeigte sich hier ein fast vollständiger „Nebelbogen“.
Menschen schweben scheinbar im Nebel
Nebel flach am Boden und in einigen Metern Höhe über den Menschen.
Zwei Personen schemenhaft im Grau
Zwischenzeitlich war die Orientierung ziemlich schwierig. Gut, wenn man dann einen Kompass dabei hatte.
Sonnenuntergang
Zum Abend war die Luft anfangs wieder völlig klar.
Dünne Nebelschicht flach über dem Boden
Über den Salzwiesen stieg nun allerdings Bodennebel auf. In manchen Tümpeln riefen Erd- oder Kreuzkröten.
Erdkröte blickt in Kamera
Diese Erdkröte nutzte die feuchte Luft, um wohl noch schnell ihr Laichgewässer zu erreichen. Gut, wenn man bei Abendspaziergängen dann eine Lampe dabei hat, um Amphibien auf dem Weg nicht zu übersehen.