Viel Arbeit für späten Bruterfolg

Abbau des Fuchszauns vor St. Peter

Einige unserer Freiwillgen konnten am 24. August bereits zum zweiten Mal einen Elektrozaun am Strandvogel-Brutgebiet vor St. Peter-Böhl abbauen. Denn bereits in ihrem ersten Dienstmonat vor einem Jahr hatten sie ebenfalls bei einem Abbau mitgeholfen. Der Zaun war jetzt Ende März zum Schutz brütender Sand- und Seeregenpfeifer vor den in Salzwiesen am Festland allgegenwärtigen Füchsen errichtet worden und hielt die Jäger erfolgreich aus dem Brutareal heraus. Leider traten in der frühen Brutsaison jedoch zahlreiche Gelegeverluste insbesondere durch Sturmmöwen auf, so dass erst im Juli und sogar noch Anfang August größere Zahlen junger Regenpfeifer schlüpften. Da die Jungen schon bald sehr flink am Spülsaum und auf dem hohen Watt unterwegs waren, konnten wir den Zaun am 24.8. abbauen. Angesichts des danach oft windigen Wetters war dies eine gute Entscheidung. Denn höhere Fluten hätten den Zaun sonst mehrfach erreicht und voller Algen und Federn hinterlassen. 
Mit Unterstützung der Tourismuszentrale, der Ranger und einiger Ehrenamtlicher war der Zaunabbau auf dem Strand bereits mittags erledigt. Allerdings musste das Material nun noch eingelagert werden. Und abends war auf dem Bauhof auch der große Hänger mit 90 schweren Holzpfählen zu entladen. Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer!

Das Zaunprojekt vor St. Peter- Ording wird unter Federführung des Michael-Otto-Instituts im NABU im Rahmen des nationalen Artenhilfsprogramms für Strandbrutvögel durchgeführt und vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

 

 

Fuchs im Abendlicht am Strandwall
Füchse kamen teilweise jede Nacht bis zum Brutgebiet der Strandvögel hinaus. Meist waren sie im Schutz der Dunkelheit unterwegs. Dieser peilte bereits kurz nach Sonnenuntergang die Lage.
Zaun mit Solarmodul
Mit dem solarbetriebenen E-Zaun konnten fast 50 Nester von See- und Sandregenpfeifern vor Füchsen geschützt werden.
Beringter Sandregenpfeifer mit 4 Jungen
Ab Anfang Juli gingen keine Gelege mehr verloren, so dass hier vier Sandregenpfeifer schlüpften.
Zwei große Jungvögel
Bereits mit 24 Tagen können junge Sandregenpfeifer flügge sein.
Zaunbahn liegt am Brutgebiet
Beim Abbau verteilten sich die Aufgaben zum Glück auf viele Hände.
Beladen eines offenen Anhängers
Ohne den großen Hänger der Tourismuszentrale wären insbesondere die schweren Holzpfähle nicht zu transportieren gewesen.
Gruppenfoto am Brutgebiet
Das Abbau-Team nach dem Beladen des Hängers.
Freiwillige mit Holzpfählen
Zum Abschluss waren 90 schwere Pfähle auf dem Bauhof abzuladen. Über den störenden Bretterstapel wurden sie einfach hinweg gehoben.
Sandregenpfeifer mit großem Jungvogel
Am 2. September war auch dieser Jungvogel des spätesten Geleges fast ausgewachsen.