Weiß-gelbe Blume in salzigem Sand

Strandkamille - Pflanze des Monats Januar

Wo am Strand die Winterstürme das nährstoffreiche Treibsel ablagern, wächst gerne die Strandkamille. Sie wächst auch auf leicht salzigem Sand und blüht im Herbst so lange, bis eine hohe Sturmflut oder ein scharfer Frost die Blütezeit beenden. Insekten lieben die Blütenköpfe der Strandkamille, die leicht erreichbar Nektar und Pollen bieten.

Die einzige Kamille, die Salz erträgt

In der artenreichen Gruppe der Korbblütler, die von Gänseblümchen und Löwenzahn bis zur Sonnenblume reicht, ist die Strandkamille eine mittelgroße Art. Von der Echten Kamille unterscheidet sie sich am fehlenden Duft und dadurch, dass ihre hoch gewölbten Blütenköpfe nicht hohl sind. 
An Nord- und Ostsee besitzt die Strandkamille oft dickfleischige Blätter als Anpassung an Trockenheit auf salzigen Böden. Im Binnenland gibt es eine sehr weit verbreitete und häufige Form, hier als Geruchlose Kamille bezeichnet, die haarfeine Blattzipfel hat. Sie wächst auf Äckern, Schuttflächen und an Wegrändern. 

Blick über Kamille Richtung Meer
Die Strandkamille ist nur einjährig, aber blüht prächtig.
Spülsaum mit großem Kamillen-Bestand
Wo die Winterspülsäume den Boden düngen, gedeiht sie gut.
Flache Strandkamille auf rotem Boden
Auf Helgolands hartem Lehmboden wächst die Strandkamille oft niedriger.
Schmetterling auf Nahrungssuche
Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs lieben die Strandkamille.
Schwebfliege auf Kamillenblüte
Auf den offenen Blütentellern finden Bienen-Schwebfliegen Nahrung.