Zukunftspflanze im Küstenmeer

Seegras - Pflanze des Monats Februar

Vor der Brandungszone unserer Küsten können Seegraswiesen artenreiche Lebensräume bilden. In Nord- und Ostsee gibt es zwei Arten, das Große Seegras (Zostera marina) und das Kleine (Zostera noltei). Kleines Seegras bildet auf hoch gelegenen Wattflächen dichte Wiesen. Großes Seegras wächst weiter unten in Wattpfützen und in der Ostsee auch bis in mehrere Meter Tiefe. Im brackigen Wasser der Ostsee und in Lagunen ergänzen weitere schmalblättrige Unterwasserpflanzen wie Meersalde, Spiralsalde, Teichfaden und Laichkräuter die Unterwasserwiesen. 

Seegraswiesen schützen Fische und Klima

Im Herbst sind die Seegraswiesen des Wattenmeeres ein wichtiges Futter für durchziehende Ringelgänse aus Sibirien und für skandinavische Pfeifenten. Wenn das Wasser jetzt wieder wärmer wird, besiedeln Schwärme von Jungfischen und Schwebegarnelen sowie Flohkrebse und Meerasseln den grünen Dschungel. Da Seegräser Blütenpflanzen sind, keine Algen, blühen sie im Hochsommer mit unscheinbaren Ähren und lassen die Pollen vom Wasser übertragen. Insekten sind hier ausnahmsweise überflüssig. Ein wichtige Rolle spielen Seegräser auch im Klimaschutz, denn ihre Wurzeln können im Meeresboden viel Kohlendioxid speichern.

Mehr über Seegras (mit Infoblatt)

Im Strandfunde-Internetportal BeachExplorer kann man auch Bestände des Großen Seegrases und des Kleinen bzw. Zwergseegrases melden.

Zur Pflanze des Vormonats
 

Frischer Seegras-Spülsaum
Angespültes Seegras ist an Nord- und Ostsee ein typisches Bild.
Trockenes Seegras
Bis vor 100 Jahren wurden Matratzen mit trockenem Seegras gefüllt.
Großes und Kleines Seegras in Flachwasser
Großes und Kleines Seegras wachsen oft benachbart.
Die unscheinbaren Blütennarben warten auf schwimmende Pollenfäden.
Freigespülte Rhizome
Mit Kriechtrieben verankern Seegräser sich und breiten sich aus.