Bienenblume mit schlechtem Ruf

Jakobsgreiskraut - Pflanze des Monats Juli

Das Jakobsgreiskraut (Senecio jacobaea) ist eine der vielen gelben Blumen, die uns durch den Sommer begleiten. Jetzt blüht es vielerorts knie- bis hüfthoch an Wegen und auf Wiesen. Es hat 5-Cent-große sonnengelbe Blüten, einen lila Stängel und fein zerteilte Blätter. Doch die hübsche und auffällige Wildblume hat insbesondere bei Pferdehalter:innen und Imkern einen sehr schlechten Ruf. Insekten mögen die Pflanze hingegen.

Die Gattung der Kreuz- oder Greiskräuter ist reich an giftigen Alkaloiden, die mit dem Heu ins Viehfutter und mit dem Nektar in den Honig geraten können. Alle Weidetiere meiden daher das bittere Kraut. Da das Jakobsgreiskraut seit etwa 15 Jahren häufiger wird, gibt es gegen diese einheimische Wiesenblume zahlreiche Bekämpfungsaufrufe. Weil die Blüten der Pflanze ausgesprochen viel Nektar produzieren, leben allerdings zahlreiche Insekten an ihr. Besonders spezialisiert ist der Blutbär, ein rot gefleckter Nachtfalter, dessen gelb-schwarze Raupen die Blätter des Kreuzkraus fressen. In Honig zerfallen die Giftstoffe aus der Pflanze übrigens bis zum Winter.

Zur Pflanze des Vormonats: Grasnelke
 

Greiskraut auf Wiese
Das Jakobsgreiskraut ist im Sommer eine auffallende Wiesenpflanze.
Blüten aus der Nähe
Die gelben Korbblüten liefern reichlich Nektar.
Greiskraut mit vielen Schmetterlingen
Schmetterlinge und Raupen lieben das Jakobsgreiskraut.
Stängel ohne Blätter
Die Raupen des Blutbärs haben das Greiskraut zum Fressen gern.
Pferd auf Weide mit hohem Greiskraut
Weidetiere verschmähen das giftige Greiskraut wo immer es geht.