Graugrüner Borstenpinsel im Sand

Silbergras - Pflanze des Monats April

Das unscheinbare Silbergras kennzeichnet in ganz Europa Dünen und andere Flugsandflächen. Selbst wo Panzer auf Truppenübungsflächen den Sand zerwühlen oder Menschen anderweitig den Sand freilegen, schließt Silbergras die Wunden.

Silbergras wächst selbst auf Flugsand

Auf losem Flugsand ist das Silbergras eine der wenigen Pflanzenarten, die trotz extremer Trockenheit und bis zu 60° C Sommerhitze wachsen können. Mit seinen borstigen graugrünen Blattbüscheln sammelt das Gras den nächtlichen Tau und leitet ihn zu seinen Wurzeln. Diese sind stark verzweigt und reichen bis zu 15 cm tief in den Boden, um noch kleinste Reste von Feuchtigkeit zu sammeln. Hat Silbergras sich einmal angesiedelt, kann es über 20 Jahre alt werden.

Wenn Küstendünen natürlich altern, bringt auch der Pflanzenwuchs dies zum Ausdruck. Wo frischer Seesand vom Regen ausgelaugt worden ist, verschwindet der Strandhafer, der auf nährstoffreichen Weißdünen am Strand lebt. Seinen Platz nimmt auf Flugsandflächen das Silbergras ein. Es hält als Pionier den Sand schrittweise fest und ist Teil des ständigen natürlichen Wandels im Nationalpark Wattenmeer. Früher nutzte man es, um Wanderdünen zu befestigen, heute wird es selten.

Zum Phänomen des Monats - Jäger im Sand

Zur Pflanze des Vormonats - Kriechweide

Silbergras auf offenem Sand
Blühendes Silbergras spreizt seine Rispe und wird vom Wind bestäubt.
Silbergras im April
Außerhalb der Blütezeit wirkt Silbergras wie ein "Rasierpinsel".
Großer Silbergrasbestand auf Sylt
In Graudünen wie auf den Nordseeinseln ist Silbergras häufig.
Bunte Pflanzenvielfalt
Ältere Graudünen mit Silbergras sind oft artenreich.
Wenige Silbergraspflanzen in dichtem Moosteppich
Das invasive Kaktusmoos kann Silbergrasfluren stark bedrängen.