Die Kriechweide

(Salix repens argentea)

Baum im Dünensand

Die kalkfreien Küstendünen gibt es nur ein Gehölz, das mehr als Kniehöhe erreicht: die Kriechweide. Sie besitzt keinen oberirdischen Stamm, sondern entsendet nur aufrechte Zweige von 20 - 100 cm Länge an die Oberfläche. Der "Stamm" ist im Boden verborgen, die "Baumkrone" ist ein halb vergrabener Busch.

Klein, aber gut erkennbar

An ihren dunkelgrünen, oft silbrig behaarten ovalen Blättern ist die Kriechweide leicht erkennbar. Im April fallen die gelben Tupfen der blühenden Weidenkätzchen ins Auge. Die Kätzchen der weiblichen Büsche treten im Juni in Erscheinung, wenn sie ihre Samen als weiße Wollflöckchen dem Wind anvertrauen. Die Kriechweide meidet nur die grundwasserfernen Dünenkuppen und ist sonst weit in den Braundünen verbreitet.

Interessante Untermieter

An den Blättern der Kriechweide sind oft die Spuren von zwei spezialisierten Insektenarten zu finden: wie eine Rose geformte Blattbüschel am Ende junger Zweige und beerenartige rote Gallen an Blättern. Beide Gallformen entstehen durch die Eiablage von Insekten. und die heranwachsenden Larven. Die "Rosen" beherbergen je 5-10 Gallmücken, aus den roten Blattgallen schlüpft je eine Blattwespe.

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