Die Stranddistel

(Eryngium maritimum)

Eine schwindende Schönheit

In früheren Jahrzehnten war die Stranddistel eine sehr populäre Blume der Nord- und Ostseeküsten, die wegen ihrer Schönheit oft als Urlaubsmitbringsel gepflückt wurde. Bald avancierte sie zu einer Wappenpflanze des Naturschutzes, denn ihr Rückgang war unübersehbar. Trotz aller Schutzbemühungen nahm bei der Stranddistel aber nur eines zu: ihre Gefährdung. Durch Abpflücken, Ausgraben und Kaninchenverbiss ist die Art heute in ganz Schleswig-Holstein sehr selten und stark gefährdet.

Wo ist sie zu finden?

Die Stranddistel wächst, wie ihr Name schon sagt, in Strandnähe. Besonders geschütztere Weißdünen etwas hinter der Strandlinie sind ihr Lebensraum. Hier steht sie einzeln oder in kleinen Gruppen zwischen den Strandhaferbüscheln.

Die Art kann nur dort existieren, wo der Sand noch frisch ist und Nährsalze aus dem Meer enthält. Landeinwärts in alten Dünen gedeiht sie nicht mehr.

Die Distel ist keine Distel!

Diese stachelige Schönheit trägt zwar blaue Blütenköpfe auf einem Busch wehrhaft bedornter Blätter, doch gehört sie zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie als die echten Disteln. Sie ist ein Doldenblütler wie Möhre, Dill und Fenchel, nur eben etwa wehrhafter - aber leider nicht wehrhaft genug.

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