Der Admiral

(Vanessa atalanta)

Wieviel hat dieser Admiral von der Welt gesehen?

Der Name des Falters rührt daher, dass seine Farben -schwarz mit weiß und rot- den Farben früherer Admiralsuniformen entsprechen. Allerdings kommt der Falter ebenso wie der „echte“ Admiral weit in der Welt umher. Er ist nämlich ein Wanderfalter aus Südeuropa! Im April/Mai überqueren oder umrunden einige Falter die Alpen und fliegen nordwärts, mitunter bis nach Schweden. Ihre Nachfolgegeneration, die den Sommer über in Mitteleuropa heranwächst, wandert im Herbst wieder Richtung Südwesten. Der Admiral ist damit ein echter Wanderfalter, wobei aber jedes Tier nur einen Weg fliegt!

Wo kommen die kleinen Admirale her?

Die allzeit hungrige Raupe des Admirals hat wie viele unserer bekannten Tagfalter nur eine einzige Nahrungspflanze: die Brennessel. Zur Eiablage im Juni werden winzige, verkümmerte Brennesseln bevorzugt, vermutlich weil die frisch geschlüpften Räupchen hier ein weniger wehrhaftes Futter finden. Auch später nagt die Raupe immer erst den Stengel an, so dass er abknickt und welkt. Dann verbindet sie mehrere welke Blätter mit Spinnfäden zu einer Tüte, die sie von innen auffrisst. Die erwachsene Raupe verpuppt sich und entlässt nach etwa zwei Wochen den Falter.

Was hat der Admiral mit der Küste zu tun?

Wenn der Hochsommer sich dem Ende zuneigt, bieten die Strandastern in der Salzwiese kurzzeitig ein reiches Blütenangebot. Dann fliegen die Admirale oft zur See, allerdings nicht um ein Schiff zu besteigen, sondern um in den Salzwiesen nach Nektar zu suchen.