Die Strandbinse

(Juncus maritimus)

Auffällige Horste

Mit ihren 30 - 100 cm hohen, dunkelgrünen und extrem festen Blättern, die wie Büschel von Schaschlikspießen aus dem Boden ragen, ist die Strandbinse in der Salzwiese unverkennbar. Da die harten Blätter vom Weidevieh verschmäht werden, kann die Binse sich besonders auf schwach beweideten Salzwiesen leicht ausbreiten. Der Gattungsname Juncus läßt sich vom lateinischen jungere = verbinden ableiten, weil Binsenstengel früher als Flechtwerk und Schnüre verwendet wurden.

Die Blüte

Von der gewöhnlichen Flatterbinse, die in Sümpfen wächst, unterscheidet sich die Strandbinse durch den locker verzweigten, nicht kugeligen Blütenstand. Die unscheinbaren Blüten werden vom Wind oder von kleinen Fliegen bestäubt. Die Samen besitzen kleine Anhängsel, die vermutlich als Köder für Ameisen dienen und die Samenverbreitung fördern.

Wo gibts denn sowas?

Die Strandbinse ist an Meeresküsten rund um den Globus zu finden. Außerdem lebt sie in den Wüsten Nordafrikas und des Nahen Ostens, wo sie ebenfalls einen salzhaltigen, leicht sandigen Boden findet. An der deutschen Nordseeküste wächst die Art in den Sandsalzwiesen vieler Inseln sowie in St. Peter-Ording und auf Helgoland.

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