Die Strandgrasnelke

(Armeria maritima)

Frühlingsbote

Das Ende des Winters zeigt vor den Deichen nur ein Frühlingsblüher an: die Grasnelke. Auf 10-30 cm hohen Stielen bildet sie im Mai zarte rosa Blütenköpfe, die dem Wind trotzen. Die Art hat viele volkstümliche Namen bekommen und ist als Trockenstrauß und Blumenkranz sehr beliebt. Ihren heutigen Namen haben ihr die unscheinbar grasartigen Blätter eingebracht. Sie bilden eine dichte Rosette am Ende eines Wurzelstockes, der Jahrzehnte alt werden kann.

Kulturfolger

Die Grasnelke ist die Kennart der Salzrasen an der Nord- und Ostseeküste und wächst natürlicherweise in der oberen Salzwiese und in der Keilmeldenflur. Durch Beweidung wird sie gefördert und tritt deshalb häufig in kurzgefressenen Andelrasen auf. Im Binnenland wächst sie oft auf den versalzenen Mittelstreifen von Autobahnen.

Giftzwerg

Die Grasnelke ist keine Nelke, sondern gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse. Diese Pflanzen können giftige Metall- und Salzionen "handhaben", so dass sie an Orten gedeihen, die für andere Pflanzen unbesiedelbar sind. Dies sind salz- und schwermetallhaltige Böden in ganz Europa. Wo im Harzvorland Graselken wachsen, sind die Böden oft so schwermetallhaltig, dass die Kühe tot auf der Weide umfallen!

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