Die Feldlerche

(Alauda arvensis)

Wie erkennt man sie?

Wenn die Lerche singt, ist es ein Zeichen, dass der Frühling beginnt. Der charakteristische jubilierende Dauergesang der Lerche ist von Ende Februar bis in den Sommer hinein in den Offenlandschaften Mitteleuropas fast überall bei gutem Wetter zu hören. Wie der zugehörige Vogel eigentlich aussieht, ist aber oft unbekannt. Gerade an der Küste, wo die Feldlerche noch relativ flächendeckend brütet, werden die umherfliegenden Vögel nur von den wenigsten Besuchern als Lerchen erkannt.

Charakteristisch sind bei dem etwas mehr als spatzengroßen Vogel die weiß-schwarz kontrastierenden Außenseiten des Schwanzes, die man beim Auffliegen gut sieht, und die helle Augenmaske im ungefleckten Gesicht. Das Deckgefieder der Oberseite ist kontrastreich beige-grau-braun gefleckt. Die Federhaube mit einem Schopf am Hinterkopf wird nur gelegentlich aufgestellt.

 

 

Wo ist die Feldlerche zu finden?

Ihr Verbreitungsgebiet reicht durchgehend von Marokko bis nach Japan. Als "singendes Stück Heimat" haben Europäer sie nach Australien, Neuseeland, Hawaii & Nordamerika eingeführt. Die Art besiedelt Steppen, aber auch künstliches Offenland wie Äcker und Wiesen. Besonders günstig sind artenreiche Brachen. Wintergetreide hingegen ist sehr ungünstig, da es zu schnell aufwächst und die Küken beschattet. Zu Waldrändern und Gebäuden halten Lerchen meist 200 m Abstand. Im Küstenraum brütet sie nahezu flächendeckend in der Dünenheide und in langgrasigen Salzwiesen.

Die Lerche ist ein Bodenbrüter mit fast perfekt getarnter Nestmulde. Bis zu vier Gelege mit jeweils 3 bis 5 Eiern kann sie pro Saison großziehen, doch sind auf landwirtschaftlichen Flächen die Verluste leider meist sehr hoch.

Den Winter verbringen Feldlerchen teils in Südeuropa, wo sie oft Opfer von Vogeljägern werden, in milden Wintern aber auch bei uns.

 

Hätten Sie gedacht, dass...

  • der zur Reviermarkierung dienende Singflug der Männchen bis in über 100 m Höhe führen kann, aber auch erhöht sitzend vorgetragen wird?
  •  im Gesang von Binnenlandlerchen oft Melodiefetzen von Küstenvögeln auftreten, was darauf hin- deutet, dass sie küstennah geboren sind?
  • Lerchen bei der Brutplatzwahl kein Problem mit Windrädern haben, wohl aber beim Singflug in den Turbulenzen der Windräder ins Taumeln kommen? 

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